Das Zeitung eröffnet mit einer Kritik an Botho Strauß’ neuem Buch, in der seine Behauptung hervorgehoben wird, dass das Werk „Verklärung“ anstrebt statt Aufklärung, was der Rezensent dafür hält, die erhebliche Selbstbeobachtung im Text zu verfälschen.

Elena Witzeck analysiert Julias Ebners „Von Fitness zu Faschismus – Gefahren extremer Männlichkeit“ (Suhrkamp) und argumentiert, dass die Autorin Fitness nicht als neutrale Gesundheitspraxis, sondern als Rekrutierungskanal für radikalisierte Männer darstellt.

Marie Serah Ebcinoglu diskutiert Colson Whiteheads abschließendes Werk „Cool Machine“ (Hanser), beschreibt es als das letzte Kapitel seiner Harlem‑Trilogie und fasst die Handlung zusammen, in der New Yorker Gangster den Möbelhändler Ray Carney ins Visier nehmen.

Anna Weiß bewertet Ilija Matuskos „Jugo“ (Suhrkamp) und stellt den Roman als deutschen Gegenpart zur französischen soziologischen Autofiktion dar, wobei sie besonders die Erkundung der Rückkehr eines Vaters in ein verschwundenes Heimatland hervorhebt.

Jede Rezension verortet die Bücher in breiteren kulturellen Debatten, von der Politik der Männlichkeit bis zur postnationalen Identität, und unterstreicht die Rolle der Zeitung bei der Gestaltung des zeitgenössischen literarischen Diskurses.